Grafikdesign ist in allen Lebensbereichen gegenwärtig. Seine Leistungen begleiten uns in Wissenschaft, Kultur und Ökonomie, in Form von Plakaten, Websites, TV- und Filmgrafiken, Zeitungen und in etlichen anderen Bereichen.
Grafikdesign ist Leidenschaft für die Verwirklichung der Vorstellung des Kunden und des eigenen, künstlerischen Ausdrucks – je nachdem wie es der Auftrag erfordert. Die enorme Bandbreite an Tätigkeitsfeldern lässt Raum für Kreativität, der kaum Grenzen gesetzt sind. Als Dienstleister betreut der Grafiker das Projekt von der Idee bis zur Fertigstellung in der Produktion. Aktuelle Trendentwicklungen zu beobachten und seine Kunden darüber zu informieren runden das Leistungsspektrum ab.
Grafikdesigner arbeiten entweder freiberuflich oder in einer Festanstellung für Verlage, PR-Abteilungen von Unternehmen, Druckereien und Satzstudios sowie für Werbe-, Medien- und PR-Agenturen. Neben der stationären Tätigkeit im Büro erfordern manche Projekte auch die Anwesenheit beim Kunden vor Ort.

Die Anforderungen an den Designer beinhalten Soft Skills in Bezug auf die Kommunikation mit dem Kunden, um dessen Ideen bestmöglich grafischen Ausdruck zu verleihen. Zeichnerische Fähigkeiten und die Liebe zum Detail sowie eine gewisse Flexibilität und Lernbereitschaft sind dabei von zentraler Bedeutung. Skizzen werden entweder klassisch per Hand angefertigt oder am Computer z.B. mit Photoshop oder InDesign entworfen. Wer diesen Beruf ergreift, durchläuft eine vielschichtige Berufsausbildung mit den Fachbereichen Marketing, IT, Gestaltung und Fachbereich Basics. Letzteres umfasst die Unterkategorien Kunstgeschichte, Fachmathematik und Englisch.

Das Berufsbild hat sich im Lauf der Zeit gewandelt. Die fortschreitende Technisierung hat die ursprünglichen Schwerpunkte in den Bereichen Webdesign, Filmschnitt etc. verschoben. Aufgaben, die noch vor einigen Jahren eine hochprofessionelle Technik erforderten, können nun durch den Endkunden weitestgehend selbst übernommen werden. Das hat die Sparte insgesamt freier und individueller werden lassen, was für mehr Flexibilität sorgt und sich als Stärke erweist. Aufgrund der Erweiterung der Tätigkeitsfelder von grafischen Formen auf die visuelle und audiovisuelle Kommunikation, wird mehr und mehr der Oberbegriff Kommunikationsdesign gewählt.